Frag Maddin

Kreative Unterrichtsmethoden sind spannender und fruchten besser. Das
dachte sich wohl auch Berus Temizbas‘ Grundschullehrerin, als diese ihren
Schützlingen nicht einfach eine Blockflöte in die Hand drückte, sondern
stattdessen gestandene Musiker vor der Klasse ihre Instrumente spielen
liess. Inspiriert davon, wühlten sich Berus und sein damaliger Banknachbar
durch die Grunge-Plattensammlung des älteren Bruders und schon bald darauf
hatten sie ihre eigene Band am Start. Bis ins Teenageralter war der
Hamburger als Drummer in zahlreichen Formationen unterwegs, die seinen
unverwechselbaren Stil prägten.

Als die New-Rave-Bewegung anno 2007 ihren Höhepunkt erreichte, durfte sich
Berus zudem als Resident-DJ in einem Musikcafé austoben. Schnell merkte er
dabei, dass ihm die Rolle des Clubbeschallers zusagt und innerhalb von nur
einem Jahr entwickelte sich Berus zum viel gefragten und viel gefeierten
Produzenten Frag Maddin: Sein Debüt „Released De Beast“ (Druckplatten
Records/Berlin) verzückte die Deckshredder weit über die Landesgrenzen
hinaus und die Kollaborationen mit und für Acts wie den Puppetmastaz, David
Dorad oder Schluck den Druck haben seinen Ruf als Ausnahmeproduzent nicht
nur gefestigt, sondern fest in Stein gemeisselt.

Frag Maddin setzt dabei auf einen unverschämt catchy Mix aus pumpenden
Beats und einer Prise Funk. Das Ergebnis sind Tanzflächenfüller für die
Peaktime, die sich für eine lange, lange Zeit in den Gehörgängen einnisten
und dem jungen Produzenten Club- und Festivalshows quer über den halben
Globus einbrachten. Von Shanghai bis Amsterdam, über Istanbul bis Beijing,
Basel und Berlin hat Frag Maddin schon fast überall den Putz von den Wänden
gerockt – und das war erst der Anfang.

Für 2012 stehen neue EP’s, Remixes sowie schöne Kollaborationen auf dem
Plan. Soll die Welt am 21. Dezember doch untergehen, mit Frag Maddin hat
sie zumindest nochmals ordentlich gefeiert.

Facebook
Soundcloud